
Lüntorf (ube). Die Feuerwehrleute, die am späten Nachmittag in den Rinderstall von Landwirt Willi Wegner gerufen wurden, trauten ihren Augen kaum – sie standen vor einer nur 55 mal 60 Zentimeter großen Öffnung im Betonboden und staunten über das, was ihnen Gemeindebrandmeister Willi Pflughaupt berichtete. Durch das kleine Loch war ein bereits recht stattliches, zwölf Monate altes und etwa 300 Kilogramm schweres Kalb in die darunterliegende ehemalige Klärgrube gefallen.
In dem 2,50 Meter hohen unterirdischen Raum hatten sich einige tausend Liter Regenwasser gesammelt. Nur der Kopf des verängstigten Tieres schaute aus den Fluten. Bauer Wegner reagierte sofort – und richtig. Mit der starken Pumpe des Güllewagens leerte er die Grube und forderte Hilfe an. Um 17.39 Uhr wurden Feuerwehrleute aus Lüntorf und Kirchohsen alarmiert. Pflughaupt übernahm die Einsatzleitung. „Das war schon eine ungewöhnliche und kniffelige Situation“, sagt der Gemeindebrandmeister. „Die Frage war: Wie kriegen wir ein so großes Kalb durch eine so kleine Öffnung?“