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Kultur
03. Sep. 2010 10:46 Uhr
"Artes Wesera" bietet Weserbergland-Künstlern eine Plattform


Hameln (Pe). Künstler sind – in jeder Beziehung – Einzelkämpfer. So ganz anders als beispielsweise Sportler, die allemal optimal durchorganisiert und bis auf Bundesebene mit ihren Verbänden vertreten sind. Hüstelt die Sportlobby, werden Politiker schlagartig wach. Dass sich auch Künstler organisieren können, hat zwar der Bund Bildender Künstler (BBK) längst bewiesen. Aber dort sind vorzugsweise Profis vertreten, die ihr Handwerk nachweislich gelernt haben. Auf der Strecke bleiben die begabten Laien, die Amateure. Liebhaber eben.
 Genau das war Thema anlässlich einer Vernissage in der Galerie arche, in der sich Julia Marre, Kulturredakteurin der Dewezet, und Uwe Filpe – damals noch zweiter Vorsitzender der Künstlergruppe – darüber unterhielten. Und der Meinung waren, dass sich das ändern müsse. Julia Marre war daran gelegen, zu den Kunstschaffenden der Region Kontakte herzustellen, um so auch effizienter über sie berichten zu können. Nicht nur über die Arrivierten – ihr ging es um die vielen Talente, die im Verborgenen blühen und wirken. Auch sie sollten eine Chance bekommen – vor allem aber eine Plattform, auf der sie sich präsentieren können. Mehr noch: Sie sollten sich gegenseitig kennenlernen, miteinander in Kontakt und damit ins Gespräch kommen. Sich gegenseitig in ihren Ateliers besuchen.
 Was Julia Marre und Uwe Filpe wollten: einen Prozess anschieben. Künstler, die sich bislang kaum kannten, miteinander vernetzen. So wurden Adressen zusammengetragen und die Künstler in den Medienraum der Dewezet eingeladen. Was sich so alles gemeinsam realisieren ließe, wurde erstmals grob geortet. So entstand bereits eine Internetseite – vor allem aber die Idee einer gemeinsamen Ausstellung in der alten Rotation der Dewezet – die so erfolgreich für Public Viewing während der Fußballweltmeisterschaft reanimiert worden war. Ein fester Termin für diese erste gemeinsame Schau konnte noch nicht fixiert werden.
 Immerhin: Ein Anfang ist gemacht. Die Adressenliste der Künstler, die alle aus dem Weserbergland kommen, ist erstellt – Name und Logo für „Artes Wesera“ gefunden. Ein weiterer Schritt soll die Ausstellung sein. Dafür werden noch Sponsoren gesucht. Zu wünschen: dass diese Chance von den Künstlern auch genutzt werden kann – ein paar „Macher“ haben sich schon herauskristallisiert – und dass aus den traditionellen Einzelkämpfern eine Gruppe wird, die sich selbst starkmacht.

 4 Weitere Informationen unter www.myspace.com/artes wesera – oder Kontakt per E-Mail: ArtesWesera@t-online.de.



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